Blog Titel Studien

+++ Updates & News aus der Podcast-Branche 2024 +++

Portrait von Podcast-Produzentin und SEO-Hackerin Andrea Blatter Andrea Blatter, 4.6.2024
Blog Titel Studien

Wie viele Menschen hören Podcasts? Wer sind sie? Was gefällt ihnen? Wie reagieren sie auf Podcast-Werbung? Was ist mit Video-Podcasts? Und welche neuen Trends und Themen gibt es in der Branche? Wir liefern euch hier einen Überblick über die wichtigsten Studien aus der Podcast- und Audiowelt. 

Übrigens: Ältere Studien (von 2021 bis 2023) findet ihr in diesem Blogpost zusammengefasst. 

20. Juni 2024: Podcastwerbung: 1$ Investition = 4.90$ Ertrag

(Acast & OMD)

Podcastwerbung ist einer der profitabelsten Marketingkanäle. Laut einer Studie von Acast und der Medienagentur OMD können Firmen für jeden Franken, den sie in Podcastwerbung investieren, 4.90 Franken höhere Einnahmen erzielen. 

Podcasts erzielen den höchsten kurzzeitigen Return on Ad Spend (ROAS). Bei der Studie, die in Schweden durchgeführt wurde, haben Firmen für jede Schwedische Krone, die sie in Podcastwerbung investiert haben, 4.20 Kronen in kurzzeitigen Verkäufen eingenommen. Damit liegt der ROAS deutlich höher als bei Social Media (3.6) oder Radiowerbung (3.5). Langfristig gesehen liegt der ROAS sogar bei 4.9.  

16. Juni: Die Suchmaschine für den exklusiven Geschmack

(Podnews)

Eine neue Podcast-Suchmaschinen-App soll Hörer:innen genau diese Shows liefern, die sie sich anhören wollen. In der App "Pods4Us" können zum Beispiel True-Crime-Formate nach Mordwaffe, Täter:in oder Ort der Tat gefiltert werden. 

Die App soll bald noch weitere Kategorien verfügbar machen, in denen ganz spezifisch gesucht werden kann. 

12. Juni: "Podcast Listeners don't skip ads. They skip crap."

(Sounds Profitable) (...ihre Worte, nicht meine)

Wie sehr nervt Podcastwerbung? Wie viele Werbespots in einem Podcast sind zu viele? Und wie viele Hörer:innen überspringen Ads? Diese Fragen versucht eine neue Studie von Sounds Profitable zu beantworten.

Die wichtigsten Erkenntnisse daraus sind: 

  • Fast die Hälfte der Podcasthörer:innen mögen Werbung in Podcasts oder stören sich zumindest nicht daran

  • Die meisten reagieren positiv auf Podcastwerbungen. 68% hören sich zumindest einige davon an, nur gerade 17% überspringen sie absichtlich
  • 28% der Hörer:innen geben an, sie würden sich alle Werbungen in Podcasts anhören. Das sind mehr als bei jedem anderen Medienkanal
  • Durchschnittlich erinnern sich Hörer:innen an über 3 Werbungen pro Episode, was für 66% genau die richtige Menge an Werbung oder sogar weniger Werbung als erwartet ist

  • Die wichtigsten Gründe für Hörer:innen, um Werbungen zu überspringen sind fehlende Relevanz des beworbenen Produktes (37%) oder dass sie das Produkt oder die Dienstleistung bereits kennen (28%). Viele "skippen" ausserdem, wenn die Lautstärke der Werbung nicht der Lautstärke des Podcasts entspricht
  • 58% der Hörer:innen haben schon einmal ein Produkt oder eine Dienstleistung durch einen Podcast entdeckt und 45% schon einmal etwas gekauft, weil sie eine Werbung dafür in einem Podcast gehört haben
  • 66% haben eine Werbung 2-3 Mal gehört, bevor sie sich zu einem Kauf entschieden haben und haben sich dann innerhalb einer Woche, nachdem sie die Werbung gehört haben, zu einem Kauf entschieden
  • Hörer:innen wünschen sich Werbung, die lustig, unterhaltsam und informativ ist, gut zum Podcast passt und ein gutes Angebot oder einen Rabatt bewirbt

Die Autor:innen fassen die Erkenntnisse der Studie kurz und knapp so zusammen: "Podcast Listeners don't skip ads. They skip crap."

11. Juni: Videopodcasts von "fremden" Hostern auf Spotify

(Podnews)

Spotify bietet schon lange Videos für all diejenigen an, die ihre Shows bei der Plattform selbst hosten. Schon länger hat Spotify angekündigt, dass auch Podcaster:innen, die andere Hoster nutzen, ihre Videos publizieren können sollen, das Feature ist jetzt offiziell da. 

Dafür einfach neben der Audio-Episode auf die drei Punkte klicken und das Video zum Audio hochladen. 

Allerdings ist das Video damit direkt bei Spotify gehostet und eben nicht beim Hoster, das heisst, dass die Plays nicht zu den Analytics zählen, schreibt Podnews im aktuellen Newsletter. Und ein Test von Podnews hat ergeben: Selbst wenn jemand sich den Podcast dann auf Spotify nur anhören und nicht ansehen möchte oder nur das Audio herunterlädt, verwendet Spotify offenbar das Video-Audio und nicht das original hochgeladene Audio. Damit würden dann auch alle Audio-Listens auf Spotify neu nicht mehr in die Hoster-Analytics zählen. Wir selbst haben das Feature bisher noch nicht getestet, halten euch aber auf dem Laufenden. 

5. Juni: The longer you listen, the more you listen

(Cumulus Media & Signal Hill Insights)

Es gibt definitiv Studien mit knackigeren Namen als den aktuellen Cumulus Media and Signal Hill Insights' Podcast Download Spring 2024 Report. Und mit 104 Seiten könnte vermutlich auch der Inhalt etwas knapper zusammengefasst sein. Deshalb übernehmen wir das für euch und präsentieren euch hier einfach die wichtigsten Ergebnisse:

  • Je länger jemand schon Podcasts hört, desto mehr Podcasts hört er oder sie: Sogenannte "Podcast Pioneers", also diejenigen, die bereits seit mehreren Jahren Podcasts konsumieren, hören durchschnittlich die meisten Episoden (7.3). Aber auch Newcomer:innen (die seit weniger als einem Jahr Podcasts hören) hören durchschnittlich fast 5 Episoden pro Woche (4.9)

  • Downloadzahlen sind vermutlich tiefer als die tatsächlichen Hörer:innenzahlen, denn immer mehr Menschen hören gemeinsam Podcasts, zum Beispiel im Auto oder zuhause mit Lautsprechern

  • Über die Hälfte der Hörer:innen, die wöchentlich Podcasts hören, hören sich Episoden, die sie verpasst haben, im Nachhinein noch an. 71% von ihnen hören sich neue Episoden in den ersten 24 Stunden an, nachdem sie publiziert wurden. Aber von denjenigen, die dieses Fenster verpassen, hört sich rund die Hälfte die Episode auch viel später noch an
     
  • Podcast-Hörer:innen zwischen 18 und 34 Jahren entdecken gerne neue Podcasts. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie in den letzten 3 Monaten einen neuen Podcast gefunden und angehört haben, ist doppelt so hoch wie bei anderen Altersgruppen

  • Mit Podcastwerbung können Brands auch Personen erreichen, die werbefreie Videos anschauen und damit schwieriger zu erreichen sind. Wöchentliche Podcast-Hörer:innen konsumieren überdurchschnittlich häufig Videos auf bezahlten (und eben werbefreien) Streaming-Plattformen (wie Netflix oder Amazon Prime)

  • Podcastwerbung boomt nach wie vor. In den letzten 8 Jahren ist die Zahl von Werbekund:innen, die Podcasts nutzen, von 15% auf 58% gestiegen. 

  • YouTube ist in den USA inzwischen die wichtigste Podcast-Plattform, vor Spotify und Apple Podcasts. Und auf YouTube werden neue Podcasts entdeckt: 31% der wöchentlichen Podcast-Hörer:innen haben in den letzten 6 Monaten dort einen neuen Podcast entdeckt und angefangen zu hören. 

Aufgrund der Ergebnisse haben die Autor:innen ausserdem einige Empfehlungen für Podcaster:innen oder Unternehmen, die auf Podcasts setzen:

  • Co-Listening sollte nicht vergessen werden. Offenbar hören immer mehr Zuhörer:innen gemeinsam mit anderen Podcasts, in den Analytics wird dafür aber jeweils natürlich nur ein Stream angezeigt

  • Auf Videos setzen: Auch bei einem reinen Audio-Format lohnt es sich, das mit RSS-Feed und Cover auf YouTube zu publizieren.

 

22. Mai: Podfluencers, Business Talks und Taylor Swift: Das sind die Podcast-Trends von Spotify

(Spotify Advertising)

Spotify hat ihre Podcast Trends Tour herausgegeben, ein kleiner Überblick über die aktuellsten Podcast-Trends auf der Plattform. Insgesamt berichtet Spotify über 12 unterschiedliche aktuelle Trends:

1. Podcast Era

In diesem Trend geht es hauptsächlich um Taylor Swift (absolut verständlich, you go Taylor!). Genauer gesagt darum, in wie vielen Podcasts sie vorkommt und wie häufig diese gehört werden. In der Woche, in der sie ihr neues Album "The Tortured Poet" herausgegeben hat, haben die weltweiten Streams von Podcasts, in denen es um sie und ihre Musik geht, um 803% zugenommen. Ähnliche Zahlen zu anderem Themen zeigen, dass es sich lohnt, in einem Podcast aktuelle Ereignisse und Trends zu diskutieren.

2. Sound Investment

Hörer:innen aus der Gen Z hören sich immer mehr Podcasts zum Thema Business & Technology an, besonders im Bereich von Finance. Andere Themen, die im letzten Jahr deutlich an Beliebtheit gewonnen haben (über alle Spotify-Nutzer:innen hinweg gesehen) sind Religion & Spirituality, Society & Culture und Arts. Das beliebteste Genre bleibt aber Comedy. 

3. Podfluencers

Podcast-Host geniessen grosses Vertrauen aus ihrem Publikum und haben damit grossen Einfluss auf ihre Hörer:innen: 63% der Befragten in der Studie haben angegeben, dass sie ihrem Lieblings-Host mehr vertrauen, als ihr Lieblings-Influencer. 45% vertrauen ausserdem in Marken und Produkte, die in ihren Lieblingspodcasts promotet und beworben werden, weil sie ihren Hosts vertrauen. 

4. Totally Sketch

Hörer:innen der Gen Z setzen sich gerne in Podcasts mit Kunst und Kultur auseinander und nutzen Podcasts, um etwas Neues zu lernen. 

5. Now Streaming: Results

62% der Befragten haben nach dem Hören einer Podcastwerbung auf Spotify schon einmal die Initiative ergriffen und ein beworbenes Produkt gesucht, eine Webseite besucht oder sogar etwas gekauft. 

6. Breaking Borders

Podcasts sind grenzüberschreitend: 55% der Podcast-Streams von Hörer:innen der Altersgruppe 18-24 gehen zu Shows, die aus einem anderen Land stammen. Bei Hörer:innen zwischen 13 und 17 sind es sogar 62%. Die höchste Zahl an "Fremdhörer:innen" haben englische Shows aus Grossbritannien oder Australien. Viele nutzen Podcasts auch, um Fremdsprachen zu lernen.

7. Stream to Screen

Videopodcasts auf Spotify sind im letzten Jahr deutlich beliebter geworden: Weltweit gab es einen Anstieg von 39% in den durchschnittlichen Videopodcast-Streams auf der Plattform. Ausserdem hat die Anzahl der Videoepisoden im letzten Jahr um 64% zugenommen.

8. Growth Spurt

Einen "Wachstumsschub" haben nicht nur speziell Videopodcasts erlebt, sondern Podcasts allgemein. Die Anzahl Shows, die durchschnittliche Hörer:innen in Grossbritannien sich anhören, ist im letzten Jahr um 8% gestiegen. Während Gen Z vor allem mehr unterschiedliche Shows hört, hören ältere Nutzer:innen vor allem länger. 

9. Survey Says: Success

Ein weiterer Trend, der sich laut Spotify für Podcaster:innen lohnt, ist Interaktivität. Umfragen, Kommentarfunktionen, Calls-to-Action und weitere interaktive Tools würden beim Publikum sehr gut ankommen und rege genutzt werden. 

10. Zen Zone

Der Begriff "Meditation" wurde im letzten Jahr 15% häufiger gesucht als noch 2023. Weitere sehr beliebte Suchbegriffe sind unter anderem "Fantasy" oder "True Crime". 

11. Front Row Fandom

Immer mehr Podcaster:innen hosten Live-Episoden ihrer Shows und haben damit grossen Erfolg. 88% der Shows aus dem "Ringer"-Netzwerk, die im letzten Jahr Live-Shows hatten, haben diese komplett ausverkauft. Eine Show war innerhalb von 12 Minuten komplett voll.

12. Multiverse Magic

Musik und Podcasts gehen Hand in Hand. Viele Hörer:innen hören sich Musik an, die ihnen in Podcasts empfohlen wurde oder informieren sich in Podcasts über Musiker:innen (wie eben über Taylor Swift, siehe Punkt 1.)

 

22. Mai: Mit dem "Papageienmodus" zu perfekten Audio-Ads

(Wondercraft)

Das KI-Audiostudio "Wondercraft" wird als das "Canva der Audiobranche" bezeichnet, weil User:innen dort ganz einfach Audiostücke basteln können, die von einer künstlichen Intelligenz zur Verfügung gestellt werden. Wer schon einmal mit KI Audio gemacht hat, weiss, dass das zwar inzwischen erschreckend gut funktioniert, die KI aber doch noch häufig mit der Betonung danebenliegt oder sich mit gewissen Satzstellungen schwer tut. 

Das soll der neue "Parrot Mode" von Wondercraft ändern: User:innen können über ihr Computer-Mikrofon der KI ganz einfach vorsprechen, wie sie sich eine Passage oder einen Satz vorstellen, die KI spricht dann genau so nach. Die KI kann auch innerhalb von Sekunden das Geschlecht, den Akzent oder sogar die Sprache ändern. Irgendwie cool, irgendwie auch etwas unheimlich.

18. Mai: The Podcast Consumer 2024

(Edison Research)

Edison Research gibt jedes Jahr den Infinite Dial heraus, eine der grössten und umfassendsten Studien zur Podcastnutzung der Welt. Zusätzlich dazu publiziert das Marktforschungsunternehmen mehrere kleinere Studien, die das Podcast-Hörverhalten von kleineren Untergruppen genauer unter die Lupe nehmen. Im aktuellsten Report "The Podcast Consumer 2024" fasst Edison Research einige der wichtigsten Studien zusammen. 

Der Report hat über 50 Seiten, wir fassen hier die wichtigsten Ergebnisse daraus zusammen. 

1. Hörer:innen verbringen immer mehr Zeit mit Podcasts:

2. Auch Kinder sind begeisterte Podcast-Hörer:innen

3. Die "Generation Z" hör sich vor allem Podcasts an, um sich vertieft mit Themen auseinanderzusetzen und neue Blickwinkel auf Themen zu erhalten

4. Der "Gender-Gap" bei Podcasts schliesst sich - inzwischen hören fast gleich viele Frauen wie Männer Podcasts

5. Wer einen Sport-Podcast hat, sollte sich unbedingt Merch zulegen oder Deals mit Teams eingehen ;)

6. Podcastwerbung funktioniert immer besser und wird immer effektiver

23. April: So hört Deutschland (und Audiowerbung boomt)

(Podstars OMR & Appinio)

Podstars OMR hat gemeinsam mit dem Marktforschungsunternehmen Appinio die diesjährige grosse Podcast-Umfrage publiziert. Insgesamt 1300 Menschen haben darin Auskunft zu ihrem Podcast-Hörverhalten gegeben. Das sind die Ergebnisse:

Hörverhalten

21% der Befragten hören täglich Podcasts, ein Drittel (32%) mehrmals pro Woche und 12% einmal die Woche. Das heisst, zwei Drittel aller Befragten hören zumindest wöchentlich Podcasts. Dabei hören 72% Podcasts zur Unterhaltung, 62% zur Entspannung und 36% zum Einschlafen oder als "Hintergrundrauschen".

Neue Podcasts entdecken die meisten (53%) über Social Media, 49% beim Austausch mit Freund:innen und 45% bei YouTube-Suchen und die beliebtesten Social-Media-Plattformen für Podcast-Content sind YouTube, Instagram und Facebook.

Die Aussagen und Meinungen von Podcast-Hosts nehmen die meisten als glaubwürdig und nahbar wahr und viele warten jeweils schon freudig auf den Release neuer Episoden ihrer Lieblingsshow.

Podcast-Werbung

61% der Befragten haben schon mindestens einmal Werbung in einem Podcast gehört, unter anderem von Hello Fresh, Koro oder Adidas. Hörer:innen sind Podcastwerbung gegenüber grundsätzlich positiv eingestellt und finden es zum Beispiel gut, wenn sie durch Podcasts auf neue Produkte aufmerksam gemacht werden.

Native Host Read Ads kommen am besten an, aber allgemein stösst Podcastwerbung auf viel Akzeptanz. 32% der Befragten haben schon einmal etwas gekauft, von dem sie in einem Podcast gehört haben, 48% finden Podcastwerbung ansprechend und 53% haben schon mindestens einmal eine Episode eines Podcasts gehört, der ihnen in einem anderen Format empfohlen wurde.

Gleich noch eine zweite Studie zu Podcastwerbung ist fast zeitgleich erschienen, nämlich der "Internet Ad Revenue Report" von iab und PwC. Dieser zeigt, dass unterschiedliche Arten von Online-Werbung nach einem zwischenzeitlichen Rückgang im Jahr 2022 nun wieder boomen. Insbesondere Audiowerbung hat in den letzten Monaten und Jahren stark zugelegt und erzielt 2023 7 Milliarden (!) US-Dollar Umsatz.

18. April: Lasertechnologie im Mikrofon

(Podnews)

Lewitt hat ein neues Mikrofon auf den Markt gebracht. Das in an sich nicht besonders spannend, es ist ein schwarzes XLR-Mikrofon.

Das Spannende daran versteckt sich im Mikrofon drin. Dort ist nämlich ein Laser eingebaut, der den Abstand zur Sprecherin oder dem Sprecher misst und dementsprechend die Lautstärke automatisch anpasst. Das Feature heisst "auto-focus to voice". Wenn sich die sprechende Person ganz vor dem Mikrofon wegbewegt, schaltet es sich automatisch stumm.

Podnews hat das Mikro getestet und ist beeindruckt, wie Autor James Cridland schreibt: "In my tests, you can lean aside from the microphone to cough, and it automatically mutes as soon as you lean aside from it. It’s quite impressive."

Allerdings hat das Gerät auch einige Macken. So würde es viel mehr Hall aufzeichnen, sobald die sprechende Person weiter weg vom Mikrofon ist. Und wenn jemand viel gestikuliere beim Sprechen und dabei aus Versehen die Hand zwischen das Mikrofon und den Mund bewege, nehme das der Laser als Nähe wahr und schalte automatisch leiser.

 

17. April: Sponsorship Plus - die neue Art der Podcast-Werbung

Host-Read-Ads sind die beliebteste Form der Podcastwerbung, weil sie die Authentizität und Nähe der Podcast-Hosts zu ihrem Publikum nutzt. Diese Werbeform sei aber "im Vergleich eher kostspielig und nur schwer auf mehrere Shows skalierbar", schreibt die Podcast-Agentur Acast auf ihrer Webseite. Sie will deshalb den Podcast-Werbemarkt mit "Sponsorship Plus" revolutionieren. Die Idee dahinter: Bekannte Podcast-Hosts lesen zwar weiterhin die Ads, diese werden aber in der Form dann aufgezeichnet und in weiteren Shows ausgespielt. Das sei eine gute Möglichkeit, die Hörer:innen weiterhin über bekannte Stimmen aus ihren Lieblingspodcasts zu erreichen, diese aber auch in anderen Shows platzieren zu können. 

 

15. April: 4 wichtige Learnings von der "Podcast Movement Evolutions"

(Acast)

Die Podcast Movement Evolutions ist vermutlich der grösste Podcast-Event weltweit. Weil er leider meistens nicht unbedingt am Weg liegt (er wurde in den vergangenen Jahren zum Beispiel in Los Angeles, Las Vegas oder Dallas durchgeführt), waren wir leider noch nie live vor Ort. Glücklicherweise sind ja aber Tausende andere aus unserer Branche jeweils dort und fassen zusammen, was so passiert ist, so zum Beispiel auch Molly DeMellier von Acast. 

Sie hat die vier wichtigsten Erkenntnisse der diesjährigen Ausgabe zusammengefasst:

  • Der Werbemarkt in Podcasts ist nicht nur stabil, sondern richtig stark und wächst immer weiter

  • Podcast First, aber nicht nur: Videopodcasts liegen im Trend

  • KI hilft mit Effizienz und Produktivität, kann Menschen aber nicht ersetzen

  • Monetarisierung ist facettenreich und es gibt zahlreiche Möglichkeiten (welche genau erfährst du hier)

5. April: In einem Meer von Inhalten Aufmerksamkeit generieren

(Sounds Profitable)

"Attracting Consumer Attention in a Sea of Ads", titelt eine neue Studie von Sounds Profitable zur Wirksamkeit von unterschiedlichen Werbeformen. Aber wie geht das am besten? Eben in diesem Meer von Werbeinhalten nicht unterzugehen? Keine Angst, wir hatten einen Rettungsring für euch: Podcast-Ads.

Diese Studie liefert so viele gute Argumente für Podcastwerbung, dass ich gar nicht genau weiss, wo ich anfangen soll. Am besten gleich bei den Kernaussagen:

 

Und hier noch einige Grafiken, um Obenstehendes zu bestätigen. 

Kurz gesagt: Podcasthörer:innen hören Werbung aufmerksam zu, nehmen sie nicht als nervig wahr, finden Produkte oder Dienstleistungen, von denen sie in ihren Lieblingspodcasts gehört haben, sympathischer und jede:r Fünfte hat schon einmal aufgrund einer Podcastwerbung etwas gekauft. Wenn euch das nicht überzeugt, dann weiss ich auch nicht ;)

Wenn ihr überzeugt seid, aber nicht genau wisst, wie man Podcastwerbung schalten kann, dann liefert "Sam" Antworten, unser Sound Ad Marketplace. Ganz einfach mit wenigen Klicks die passenden Shows finden und eine Werbekampagne starten. Hier geht's los.

 

 

4. April: Podcastwerbung bedient alle KPIs

(Kantar, MeMo2)

Wenn ich diesen Ticker update, fühle ich mich manchmal ein bisschen wie eine Schallplatte mit einem Sprung, denn gefühlt alle paar Tage erscheint eine neue Studie, die belegt: Podcastwerbung lohnt sich einfach wirklich. Punkt.

Diese Studie von Kantar hat untersucht, welche Wirkung Podcastwerbung, konkret Host-Read-Ads, auf Hörer:innen in der Niederlanden hat.

Konkret hat die Studie untersucht, wie Podcastwerbung im Vergleich zum Benchmark von anderen Online-Werbeformaten abschneidet. Besonders die Glaubwürdigkeit schätzen Podcast-Hörer:innen fast doppelt so hoch ein wie bei anderen Formaten, aber auch der Brand Fit, Title Fit und die Sympathie ist deutlich höher.

Zu den Zielen, die Podcastwerbung für die Brands erreichen soll, zeigt die Studie auf, wie sich etwa das Image, die Präferenz oder die Brand Awareness nach einer Podcast-Kampagne verändert haben.

Ich zitiere an dieser Stelle gerne aus der Studie: "The findings indicate that podcast advertisements are exceptionally effective in increasing both ad and brand awareness, as well as proposition awareness."

3. April: Dürfen wir vorstellen: Sam

In diesen Ticker kommen für gewöhnlich News und Updates aus der weltweiten Podcastbranche. Für einmal möchten wir hier aber etwas News in eigener Sache verkünden: Podcastwerbung in der Schweiz ist gerade um einiges einfacher geworden, wir haben nämlich "Sam" lanciert, unseren Sound Ad Marketplace. Die Plattform soll dazu dienen, dass sich Podcaster:innen und Brands ganz einfach finden können, um Podcastwerbung zu schalten oder einzubauen. 

Bisher ist es relativ kompliziert und bedarf viel Koordination, Werbung in einem Podcast zu schalten und überhaupt erst einmal eine passende Show zu finden. Mit Sam wird dieser Vorgang deutlich einfacher, denn es genügen wenige Klicks für eine Podcast-Werbekampagne.

Hier geht's zu Sam.

 

2. April: Senior Executives erreichen mit Podcasts

(Signal Hill Insights & Triton Digital)

Brands können sich über Audio einen direkten Draht zu C-Levels schaffen, denn Senior Executives sind Podcast-Vielhörer:innen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie von Signal Hill Insights und Triton Digital. Diese zeigt, dass 83% der Senior Executives in der vergangenen Woche Podcasts gehört haben, unter allen Befragten sind es nur 66%. 

Und fast jede:r dritte Senior Executive hört mehr als 5 Stunden jede Woche Podcasts. Am beliebtesten sind die Genres News und Society und die meisten geben an, sie würden Podcasts hören um sich selbst zu verbessern oder inspirieren zu lassen. Das mache Podcasts zu einem perfekten Kanal für Brands, um die Meinungsmacher:innen und Grossverdiener:innen in Unternehmen erreichen zu können. 

 

28. März: Jede:r Dritte hört wöchentlich Podcasts

An der diesjährigen Podcast Movement Evolution in Los Angeles hat Edison Research einige Zahlen aus dem diesjährigen Infinite Dial publiziert, einer der grössten und wichtigsten Studien zum Podcast-Hörverhalten aus den USA.

Einige der wichtigsten Punkte aus der Studie:

  • Die Zahlen steigen weiter: Inzwischen haben 76% aller Befragten mindestens schon einmal einen Podcast gehört

  • Jede:r Dritte (34%) hört wöchentlich Podcasts, knapp die Hälfte (47%) zumindest monatlich

  • Die wichtigste Plattform für Podcasts ist Spotify, direkt dahinter folgt YouTube

Weitere Insights und Zahlen aus dem Infinite Dial gibt es hier.

27. März: Die Podcastschmiede ist im "All Ears"-Line-Up

Wir von der Podcastschmiede sind gerne an Podcastkonferenzen und Branchentreffen unterwegs, lernen viel Neues über Audio, treffen spannende Menschen und vernetzen uns. Bisher waren wir "nur" als Gäst:innen an der Spotify-Konferenz "All Ears", aber dieses Jahr sind wir im Programm! :)

Cheyenne Mackay darf in einem Panel über unsere Erfahrungen mit KI sprechen und beantwortet gemeinsam mit drei weiteren Experten die Frage: "Produziert KI die besseren Podcasts?"

Auch der Rest des Programms ist inzwischen bekannt, weitere Talks und Keynotes setzen sich zum Beispiel mit "Podcasts fürs Kino" oder "Social Media Hacks" oder "Doku & Storytelling" auseinander. Das ganze Programm gibt's hier.

24. März: Wie viele Follower:innen habt ihr auf Spotify?

Die Plattform Spotify hat vor einigen Wochen ohne grosse Ankündigung begonnen, die Follower:innenzahlen von Podcasts zu publizieren. Neu wissen so nicht mehr nur die Podcaster:innen selbst, wie viele Hörer:innen ihnen folgen, sondern alle. Das Feature ist im Moment noch nicht überall verfügbar, wird aber langsam ausgerollt.

Die fünf Podcasts auf Spotify mit den meisten Follower:innen sind:

  • The Joe Rogan Experience (14,5 Millionen)
  • TED Talks Daily (5 Millionen)
  • Call Her Daddy (3,7 Millionen)
  • Crime Junkie (3,3 Millionen)
  • Stuff You Should Know (3,2 Millionen)

 

12. März: Podcasts > Fernsehen, Social Media und Video Games

(Podcast Frenzy, KS&R)

"Riding the wave of ever-increasing popularity" titelt der Report von KS&R zum aktuellen Nutzungsverhalten von Podcasts. Podcasts reiten also weiterhin auf der Erfolgswelle und gewinnen weiter an Hörer:innen.

Jede:r dritte Millenial und jede:r Vierte der Gen Z hört inzwischen täglich Podcasts, mehr als die Hälfte dieser Altersgruppen zumindest wöchentlich. Und diese "Super Listeners" machen dafür in anderen Bereichen Abstriche. Sie schauen zum Beispiel zugunsten von Podcasts weniger fern oder spielen weniger Videospiele.

Neue Podcasts entdecken die meisten Hörer:innen aus allen Generationen aufgrund von Empfehlungen von Freund:innen. Viele finden ihre Podcasts auch auf YouTube und rund ein Drittel der Gen Z durchforstet Charts und Bestenlisten nach neuen Shows zum Hören. Die beliebtesten Genres sind Comedy, Pop Culture, News, Sport oder True Crime und wenn Brands in den passendes Genres Werbung schalten, bleiben sie bei den Hörer:innen in Erinnerung. 

Die wichtigsten Plattformen für Podcasts sind Spotify, Apple Podcasts und YouTube und während Millenials gerne beim Pendeln oder Autofahren zuhören, hört die Gen Z vor allem draussen, zum Beispiel beim Einkaufen, Podcasts.

Zum Schluss wagt die Studie noch einen kleinen Blick in die Kristallkugel und sieht die Zukunft von Podcasts in mehr interaktiven Formaten, die eine Community schaffen, oder in Formaten, die mit neuartigen Technologien wie Virtual Reality arbeiten.

 

29. Februar: Das ist neu bei Apple Podcasts

Apple Podcasts hat gleich einige Neuerungen eingeführt, die die App für Hörer:innen und Podcaster:innen besser machen sollen. Erst kürzlich hat Apple seine automatischen Downloads angepasst, was zu einem massiven Einbruch der Downloadzahlen bei Podcasts weltweit geführt hat. Neu werden nur noch diejenigen Episoden eines Podcasts automatisch heruntergeladen, die sich jemand auch wirklich anhören möchte. Bisher wurden immer alle Episoden einer Show heruntergeladen, der ein:e User:in folgt, unabhängig davon, ob sie diese schon lange nicht mehr gehört hat oder sich nur eine einzelne Episode davon anhören wollte. Was genau Apple verändert hat und welche Auswirkungen das hatte, beschreibt PodNews hier detailliert.

Hier sind ausserdem die wichtigsten Updates der Apple-Podcasts-App für User:innen und Podcaster:innen:

 

  • Transkripte: Apple Podcasts bietet mit dem iOS17.4 automatische Transkripte in den Sprachen Englisch, Französisch, Spanisch und Deutsch an. Diese sind interaktiv, das heisst, Hörer:innen können mit einem Klick auf eine Textstelle an eine bestimmte Stelle im Audio springen. Wer lieber ein eigenes Transkript einfügen möchte, kann das bei den Einstellungen tun. Unter Availability anstelle von "only display auto-generated transcripts by Apple" einfach "Display transcripts I provide" anwählen. Damit holt sich Apple die Transkripte direkt vom Hoster. Wenn für eine Episode dann einmal kein Transkript vorhanden sein sollte, erstellt Apple trotzdem noch ein automatisch generiertes. Es kann bis zu 24 Stunden dauern, bis Transkripte von neuen Folgen wirklich online sind und die Transkripte von älteren Folgen werden laut Apple erst in den kommenden Wochen und Monaten erstellt. 

  • Anforderungen ans Artwork: Apple hat einige Updates im Artwork gemacht, sodass Podcaster:innen jetzt zusätzlich zum Visual auch noch ein Channel Artwork oder Episode Artworks hochladen können. Was die Anforderungen sind und wo diese Visuals angezeigt werden, beschreibt Apple hier genauer.

  • Besondere Cover-Art: Gewisse Shows werden von Apple ausgewählt, um speziell angezeigt oder promotet zu werden. Dafür braucht es anderes Artwork als das Podcast-Visual. Für das Feature "Hero" zum Beispiel braucht es PSDs im Format 4320 x 1080px. Dieses Format wird zum Beispiel oben an der Suche angezeigt.Weiter gibt es die "Full Page Show Art" im Format 2048 x 2732px, die dann auf der Show-Page angezeigt wird, anstatt wie bisher einfach das Podcast-Visual mit einem Einheitshintergrund. Und für diejenigen, die besonderen Content für Subscriber:innen anbieten wollen, gibt es auch noch das Artwork für "Subscription Upsell" im Format 2048 x 2732px. Einen Überblick über alle Optionen gibt es hier
  • Subscriptions: Apple promotet das Feature, Abos für Podcasts anzubieten. Offenbar steigen die Hörer:innenzahlen von Podcasts meistens an, sobald Subscriptions angeboten werden. Dies, weil Subscriptions eine weitere Vermarktungsmöglichkeit für Shows bieten würde, mutmasst Apple. Die Bonus-Features, die Abonnent:innen zum Beispiel erhalten können, sind zusätzlicher Content, Hören ohne Werbung oder "Early Access" zu neu publizierten Folgen.

21. Februar: "Audio isn't getting the investment it deserves"

(Veritonic & Realeyes)

"Audio is one of the most immersive, affective and effective media channel available to brands and advertisers today, yet it is still not getting the focus and investment it deserves." Dieses Zitat aus einer aktuellen Studie von Veritonic und Realeyes würden wir eigentlich gerne einfach so stehen lassen, denn schöner hätten wir es selbst auch nicht ausdrücken können. Aber wir liefern doch noch etwas Kontext dazu.

Die Studie hat mithilfe von Umfragen und Webcam-Beobachtungen untersucht, wie Menschen auf unterschiedliche Audio-Ads reagieren. Dabei ist sie zu folgenden Schlüssen gekommen:

  • Je kürzer, desto besser: Die kürzerste Audio-Ad mit 32 Sekunden Länge hat am besten performt
  • Je klarer, desto besser: Audio-Ads, die nur eine Tonspur und nicht verschiedene Elemente und Effekte beinhalten, kommen besser an
  • Je verständlicher, desto besser: Wenn die Audio-Ads zu leise sind, dann verlieren Hörer:innen schnell das Interesse und fangen an, sich mit etwas anderem zu beschäftigen

 

21. Februar: 50% von Gen Z und Millenials schauen Videopodcasts

(Morning Consult)

"Haben Sie sich im letzten Monat einen Videopodcast angeschaut?" - Diese Frage haben in einer aktuellen Studie von Morning Consult über 50% der Befragten Millenials und Gen Z's mit Ja beantwortet. 

Die fleissigsten Podcast-Schauer:innen sind laut der Umfrage Sportfans. Deshalb lohne es sich für Sportpodcasts ganz besonders, ihre Formate mit Video zu ergänzen.

8. Februar: Wer hat nochmal was über Venusmonde gesagt?

Wer viel Podcasts hört, kennt das Problem: Irgendjemand hat doch in irgendeiner Folge irgendetwas Spannendes über Venusmonde gesagt...nur, wo war das nochmal? Und wie finde ich das wieder, ohne stundenlang Audio durchzuhören? Ein neues KI-Tool soll hier Abhilfe schaffen, schreibt TechCrunch: Das Tool "Dexa" soll die Transkripte von Podcasts durchforsten und daraus dann die Antworten auf Fragen ausspucken, inklusive Angaben dazu, in welcher Episode und an welcher Stelle das erfragte Thema vorkommt. 

Aktuell sind erst relativ wenige Shows auf Dexa verfügbar, es sollen aber immer mehr werden. Die Idee kommt nämlich gut an und die Plattform hat bereits Investitionen in der Höhe von rund 6 Millionen US-Dollar erhalten. 

Dexa-Gründer Riley Tomasek sagt selbst, häufig würden Menschen im Internet nach Ratschlägen oder Anleitungen suchen: "In these instances, users want to hear from a trusted, authoritative voice —and that content is often locked inside podcasts and videos that Google doesn't index."

Er will sein Angebot auf weitere Podcasts ausdehnen und im einem nächsten Schritt auch Videos auf der Plattform aufnehmen. 

6. Februar: Spotify hat über 600 Millionen Hörer:innen

(Spotify)

Spotify hat seinen Quartalsbericht vom Q4 2023 publiziert und bricht darin sämtliche Rekorde: Insgesamt 602 Millionen aktive monatliche User:innen hat die Audioplattform weltweit, das sind 23% mehr als im Vorjahr zur gleichen Zeit. 

Die Anzahl Abonnent:innen ist auf 236 Millionen gestiegen, ein Plus von 15% und der Umsatz ist um 16% gestiegen auf insgesamt 3.7 Milliarden US-Dollar.

1. Februar: Podcastwerbungen sind die beste Empfehlung

(Acast Media)

Podcast bieten die beste Werbeplattform für Werbung, die Konsument:innen direkt erreichen soll. Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle Studie von Acast Media. 52% der Marken empfinden Podcastwerbung als sehr effizient, wenn es um Kund:innenbindung geht, im Vergleich zu 41%, die das Gleiche über Radio- oder sonstige Audiowerbung sagen.

88% der Konsument:innen, die schon einmal etwas aufgrund von Podcastwerbung gekauft haben, sind ausserdem zufrieden mit ihren Einkäufen und vertrauen den Hosts, dass diese gute Empfehlungen machen. 

 

25. Januar: Interaktive Transkripte auf Apple Podcasts

Apple Podcasts rollt in der App interaktive Transkripte aus. Transkripte, die mit dem Audio mitlaufen, sind in Podcast-Apps ja keine Pionierleistung mehr. Apple Podcasts geht aber noch einen Schritt weiter und macht die Transkripte interaktiv. Das heisst, sie laufen nicht nur mit und markieren jeweils im Transkript die Stelle, die gerade abgespielt wird, sondern Hörer:innen können auch mit einem Klick auf ein Wort im Transkript zur entsprechenden Stelle im Audio springen. Das Angebot läuft auf dem Betriebssystem iOS 17.4 und ist vorerst auf Deutsch, Englisch, Französisch und Spanisch verfügbar.

Per Default erstellt Apple Podcasts die Transkripte automatisch, alternativ können sie aber auch über den Hoster hochgeladen und von dort abgerufen werden. 

23. Januar: Kann deine Show mit dem weltweiten Durchschnitt mithalten?

(Podcast Marketing Academy, Podcast Movement, Transistor, Alitu)

Der Podcast Marketing Trends Report 2023 ist eine Art Rundumschlag zu aktuellen Zahlen und Fakten aus der Welt der Podcasts. Zusammengestellt von der Podcast Marketing Academy, Podcast Movement, Transistor und Alitu umfasst er die Antworten von über 500 Creator:innen mit Shows unterschiedlicher Grössen, von weniger als 1000 Downloads pro Episode bis zu über 10'000 Downloads pro Episode.

Zuerst liefert die Studie einige Insights in die Podcast-Produktion und -Publikation: Die meisten Episoden sind im Schnitt 37 Minuten lange und rund 40% sind Interviews, 20% Solo-Formate und gerade einmal knapp 5% gestaltete Formate.

Gehört werden die meisten Shows von rund 400 Hörer:innen pro Episode und sie erreichen 1425 Downloads pro Monat. Die Monate mit den tiefsten Hörer:innenzahlen waren letztes Jahr nicht etwa im "Sommerloch", sondern im September und Oktober, am meisten gehört wurde im Dezember. 

Die meisten Shows wachsen um 1.62% pro Monat. Heisst ausgerechnet: Wenn deine Show im ersten Monat 500 Zuhörer:innen hat und im nächsten Monat 510 Zuhörer:innen, dann entspricht das einer Zunahme von 1.62%. Aber längst nicht alle Shows wachsen, rund 32% haben im Umfragezeitraum Hörer:innen verloren.

Und schliesslich befasst sich die Studie - angesichts ihres Namens nicht sonderlich überraschend - auch noch mit Marketing. Dort kommt sie zum Schluss, dass die meisten Shows zwischen 12 und 30% ihres Gesamtbudgets in Marketing investieren und erfolgreicher sind, je grösser dieser Anteil ist. Sie zeigt aber auch, dass viele Podcaster:innen Marketing nach wie vor ein bisschen verwirrend finden. Durchschnittlich geben sie sich nur 5.1 von 10 Punkten wenn es darum geht, ihren eigenen Kenntnisstand im Bezug auf Podcast-Marketing zu beurteilen.

Am schwersten fällt ihnen offenbar, zu verstehen, welche Marketingstrategien denn nun wirklich etwas bringen. Geht es dir auch so? Dann sag' Bescheid, wir helfen dir gerne weiter :)

 

 

22. Januar: Start with a Bang and make it skippable

Wenn Werbungen in Content skippable sind (also übersprungen werden können), dann ist es wahrscheinlicher, dass Konsument:innen sie sich aktiv anhören oder ansehen. Klingt zwar nach einem Widerspruch, ist aber die aktuellste Erkenntnis aus einer Studie von  TikTok gemeinsam mit  MAGNA Media Trials. Die wichtigsten Erkenntnisse:

  • 73% der User:innen haben angegeben, dass die Möglichkeit, Werbungen zu skippen sie dazu bringt, diese aktiver aufzunehmen
  • 56% der User:innen schauen sich Videos, die von Marken gesponsert werden, aktiv an, wenn sie die Möglichkeit hätten, diese zu überspringen
  • Die ersten 6 Sekunden einer Werbung machen 90% der Werbewirkung aus, wenn es um Ad Recall geht, also darum, sich an die Werbung zu erinnern
  • Die ersten 6 Sekunden einer Werbung machen 80% der Werbewirkung aus, wenn es darum geht, sich die Marke zu merken

Fazit: Macht Werbung überspringbar (ist Podcastwerbung ja eigentlich sowieso meistens) und startet in den ersten 6 Sekunden stark hinein.

17. Januar: The UK's Podcast Bingers

(YouGov)

Die Studie des Marktforschungsunternehmens YouGov, die sich mit Podcasthörer:innen auseinandersetzt, trägt den passenden Titel: "Podcast Bingers" und bezeichnet Hörer:innen, die pro Woche mehr als 6 Stunden Podcasts hören als "Podheads". (Jede:r Zehnte im Vereinigten Königreich ist übrigens offenbar ein solcher "Podhead".

Die beliebtesten Genres von fleissigen Podcast-Hörer:innen sind Comedy, Music und Sport, seit 2021 den grössten Zuwachs erlebt haben Formate aus dem Bereich "Education". 

Podcasts sehen sich häufig zusätzlich zum Podcast-Hören Content ihrer Lieblings-Creator:innen auf YouTube an oder suchen diese auf Social Media. 

49% von ihnen hört sich Podcast-Werbung mehr oder weniger aufmerksam an, gut 40% haben angegeben, dass sie diese mindestens gelegentlich überspringen würden. 

Und diese Podcast-Werbung zeigt ganz offensichtlich Wirkung. YouGove hat Podcast-Hörer:innen und Kontrollgruppen aus der Bevölkerung, die keine Podcasts hören, gefragt, wie wahrscheinlich es ist, dass sie sich gewisse Produkte kaufen. Bei den Produkten, die Podcastwerbung schalten, zeigen sich zum Teil riesige Unterschiede, wie hier im Bereich "Health and Beauty".

Die Zahlen in der Grafik sind Prozentangaben, das heisst also, während in der Gesamtbevölkerung 22.9% in Betracht ziehen würden, sich ein Produkt von Gilette zu kaufen, sind es bei den Podheads 27%. Ähnliche Auswertungen hat die Studie auch in den Bereichen "Bier", "Snacks", "Supermärkte/Einkaufen" oder "Video Games" gemacht, immer mit vergleichbaren Ergebnissen. 

 

14. Januar: Hörer:innen wünschen sich lustige Ads, aber hören meistens langweilige

(Cumulus Media & Signal Hill)

Podcasthörer:innen haben sich längst daran gewöhnt, dass in Shows ab und zu Werbung läuft. Sie würden sich aber eigentlich wünschen, dass Podcastwerbung lustig und unterhaltsam wäre und nicht einfach nur über ein Produkt oder eine Dienstleistung informieren würde (jeweils 71%). 

Genau solche Werbungen, die einfach nur trockene Infos liefern, werden aber am meisten gehört (von 78%), an "lustige" Podcastwerbungen können sich nur 68% der Hörer:innen erinnern. Also ein kleiner Tipp an alle, die demnächst Podcastwerbung schalten möchten oder das bereits tun: Make it funny!

9. Januar: Diese Trends kommen 2024

Wir haben uns schon kurz einen Überblick über einige Do's und Don'ts für die Podcast-Branche verschafft. Riverside und Podwritten haben zum Jahresbeginn noch einige Trends zusammengefasst, die in diesem Jahr bei Podcasts immer stärker kommen werden. Die beiden sind sich vor allem bei drei Punkten einig:

  • Videopodcasts kommen immer mehr (hier ist unser Take dazu)
  • KI wird eine grössere Rolle spielen
  • Hörer:innen wünschen sich Live-Podcasts und -Events

Und keine Angst, we got you covered. Hier haben wir zusammengefasst, was KI so alles kann, die dezibel:live bringt Live-Podcasts für dich nach Winterthur und zum Thema Videopodcasts rüsten wir auf - watch this space :)

4. Januar 2024: Gehört dein Podcast zu den weltweit erfolgreichsten 5%?

Jeden Tag erscheinen hunderte oder zum Teil sogar tausende neuer Podcasts auf Plattformen auf der ganzen Welt. Im Januar 2023 gab es laut dem neuesten Report der PodPros 2'940'908 Podcasts. Davon sind allerdings gerade einmal 389'080 aktiv, werden also nach wie vor mit neuen Episoden gefüttert. 

Überhaupt geht sehr vielen Podcaster:innen nach nur wenigen Episoden die Luft aus, die allermeisten publizieren gerade einmal eine einzige Folge, bevor sie ihren Feed verstauben lassen. Deshalb braucht es eigentlich auch erstaunlich wenig, um zu den Top-Podcasts der Welt zu gehören.

Wenn die Episoden deiner Show in der ersten Woche nach ihrer Publikation von 32 Menschen gehört werden, dann gratuliere! Du gehörst zu den besseren 50%. Wenn dir 478 Menschen zuhören, dann bist du sogar in den besten 10% weltweit.

Im Report steht weiter, dass es für die meisten unabhängigen Podcaster:innen zwei Jahre dauert, bis sich ihr Podcast etabliert hat. Nur gerade 1,2% würden es überhaupt bis zu diesem Punkt schaffen. Zusätzlich zum Report liefert PodPros noch eine 20-minütige Umfrage, falls du herausfinden möchtest, zu welchem Podcast-Typ du gehörst und mit welchen Strategien deine Show wachsen könnte.

1. Januar: Podcasting 2024: Was ist in, was ist out?

Podcast-Expertinnen Lauren Passell und Arielle Nissenblatt fassen im Blog von Podcast Marketing Magic die Do's und Dont's für Podcasts 2024 zusammen. Voilà:

IN:

  • Freunde finden

    • Zusammenarbeiten mit anderen Podcasts vergrössern das Publikum und bringen neue spannende Blickwinkel und Inspiration 

  • Sich Shows in den Charts anhören

    • Welche Shows schaffen es ganz nach vorne? Was machen sie anders und vielleicht besser?

  • Erfolge feiern

    • 5-Sterne-Reviews, gute Kommentare und hohe Durchhörquoten sind erfreulich und dürfen ruhig gepostet und gefeiert werden.
  • "Rampen bauen"

    • Videosnippets, Social-Media-Posts, Blogposts und und und - Content bringt neue Zuhörer:innen zum Podcast.

  • Trailer produzieren

    • Kurze Trailer im Feed oder auch am Ende von anderen Episoden machen neugierig.

  • Ans Marketing denken

    • Mit der publizierten Episode alleine ist es noch nicht getan, ein Podcast muss entsprechend promotet werden, damit er ein Publikum findet.

  • Sich die eigene Show als Zuhörer:in anhören

    • Manchmal braucht es einen kritischen Innenblick und allenfalls Anpassungen.

OUT:

  • Falsches Podcast-Marketing betreiben

    • Einerseits gibt es viele Optionen, die auf der Hand liegen: Den eigenen Podcast auf Social Media bewerben, in Newslettern, im E-Mail-Footer, auf der Webseite, im eigenen Magazin oder bei Live-Events. Wenn es aber eine grössere Kampagne sein soll, dann unbedingt mit Profis zusammenarbeiten, die genau wissen, wie Audio am besten promotet wird (zum Beispiel mit uns ;))

  • Aufnahmen über Zoom

    • Mit einem breiten Angebot an Aufzeichnungs-Tools in hoher Qualität, die gratis sind und ganz einfach über den Browser funktionieren (zum Beispiel Riverside oder Squadcast) ist es Zeit, Zoom im Jahr 2023 zurückzulassen. Dieser Blogpost zu Remote-Interviews ist zwar in der Corona-Zeit entstanden, die Tipps darin gelten aber auch heute noch. 

  • Audiogramme ohne Video

    • Audiogramme sind nach wie vor eine gute Option, Audio auf Social Media zu bringen. Sie funktionieren aber viel besser, wenn sie echte Videos sind und die Menschen im Podcast zeigen.
  • Sich eine Woche vor dem Launch erst über das Marketing Gedanken machen

    • Der eigene Podcast ist hoffentlich etwas, auf das du stolz bist. Lass' ihn nicht einfach in einer Schublade verstauben.

  • Podcaster:innen die sich nicht über die Podcast-Branche informieren

    • Je besser du dich auskennst, desto einfacher ist es, dich zu vernetzten und mit neuen Trends mitzuhalten.
  • Podcaster:innen, die keine anderen Podcasts mögen

    • Andere Podcasts liefern Ideen, Inspiration, Unterhaltung und wenn gar nichts davon, dann doch wenigstens eine Vorstellung davon, wie man selbst es nicht machen möchte.

Autor:in

Portrait von Podcast-Produzentin und SEO-Hackerin Andrea Blatter

Andrea Blatter

Andrea hat ihre Freude an Geschichten und Worten schon früh entdeckt, als Übersetzerin hat sie sie aber zuerst nur schriftlich zu ihrem Beruf gemacht. Beim Radio hat sie in den letzten Jahren gelernt, ihre Leidenschaft in die Audio-Welt zu übertragen - und genau das macht sie jetzt für die Podcast-Schmiede, mit dem Ziel, für jeden Kunden genau die richtigen Worte zu finden.