Andrea Blatter,
29.8.2023
An dieser Stelle findet ihr regelmässig Studien und andere Nachrichten, die die Podcastwelt so umtreiben. Viel Vergnügen beim Stöbern!
(Goldbach Digital Audio Studie)
83% aller Schweizer:innen nutzen einmal pro Woche oder häufiger "Digital Audio". Dazu zählen Musikstreaming, Podcasts oder auch Webradios, also alle Formen von Audio, die über das Internet konsumiert werden, wie in der Studie Digital Audio von Goldbach Media steht. Den Löwenanteil davon macht Musikstreaming aus, aber immerhin 26% der unter 44-jährigen Schweizer:innen hören täglich oder mindestens mehrmals pro Woche Podcasts. In der Gesamtbevölkerung sind es 22%.
Gehört wird meistens zuhause oder unterwegs (zu Fuss oder mit dem Auto) oder beim Pendeln. Und wenn in diesen Audio-Angeboten Werbung vorkommt, empfinden rund ein Drittel der Hörer:innen diese als glaubwürdig und informativ, 26% haben sich schon einmal weiter über ein Produkt oder Angebot infomiert, nachdem sie in einer Audio-Werbung davon gehört hatten.
(Tink Media)
Tink Media aus New York ist darauf spezialisiert, Podcasts zu vermarkten und grössere Audiences zu erreichen. Zum Ende des Jahres 2023 teilt das Team seine besten Marketing-Tipps, um mehr Zuhörer:innen für jede Show zu finden. Einige davon zusammengefasst:
(Blogpost Pacific Content)
Dass Podcasts noch viel unausgeschöpftes Potenzial bieten, das nuss wohl nicht mehr diskutiert werden. Annalise Nielsen hat in einem Blogpost für Pacific Content aber drei Gruppen zusammengefasst, bei denen ganz besonders viel Potenzial vorhanden ist:
1. Kinder, respektive Schüler:innen und Studen:innen. Gen Z und Kinder brauchen Podcasts um sich über komplexe Themen zu informieren und die Welt besser zu verstehen. Universitäten und Schulen könnten sich diese Zielgruppe zu Nutze machen und ihre Themen in einen attraktiven Podcast verpacken. So könnten einerseits Schüler:innen informiert und andererseits die Hörsäle gefüllt werden.
2. Eltern: Gute Hörspiele mit sinnvollen Inhalten, die die Kinder gerne hören - das wäre ein grosser Wunsch vieler Eltern. Unternehmen, die Podcasts für Kinder produzieren erreichen damit eben nicht nur die Kinder, sondern auch deren Eltern. Natürlich müssen diese Produktionen als Branded Content deklariert sein und bei Themen wie Werbung in Kinderpodcasts ist besonderes Fingerspitzengefühl angesagt.
3. Frauen über 55: Diese demographische Gruppe ist in den USA für einen Viertel aller Konsumausgaben verantwortlich, trotzdem wird sie sehr selten spezifisch in Podcasts angesprochen. Das Interesse wäre durchaus da, wie Umfragen zeigen, aber Frauen über 55 fühlen sich häufig in Medienformen untervertreten und zu wenig angesprochen.
(The Wall Street Journal)
Wie entscheidet ihr euch für einen neuen Podcast? Weil euch jemand davon erzählt? Weil ihr bei der Recherche zu einem bestimmten Thema zufällig darüber stopert? Oder weil ihn euch der Algorithmus vorschlägt? Häufig ist es ein bisschen von allem, aber immer häufiger auch, weil konkret und im grossen Stil Werbung gemacht wird für einen Podcast.
Plakatwände, Ausstellungen, Banner auf Webseiten, und und und. Wer heute noch Hörer:innen für seinen Podcasts gewinnen möchte, muss schwere Geschütze auffahren, schreibt das Wall Street Journal. Vor einigen Jahren hätte es bei grossen US-Shows noch gereicht, einen Podcast in einer anderen Show zu bewerben, um zehntausende neue Klicks zu generieren. Heute brauche es deutlich mehr, sagt eine Marketingexpertin im Artikel. Podcasts würden deshalb ähnlich beworben wie grosse Hollywood-Produktionen.
Es gehe dabei allerdings auch darum, diejenigen potenziellen Hörer:innen abzuholen, die bisher noch nicht auf den Podcast-Zug aufgesprungen seien. Wichtigstes Learning aus dem Artikel: Auch der beste Podcast ist kein Selbstläufer, sondern braucht eine entsprechende Marketingkampagne.
(Cumulus Media & Signal Hill Insights' Podcasts)
Cumulus Media und Signal Hill haben auf fast 100 Seiten die aktuellsten Trends aus der Podcast-Branche zusammengefasst. Die wichtigsten Takeaways der Insights' Podcasts sind:
- Je länger jemand Podcasts hört, desto mehr Podcasts hört er oder sie
- Werbemacher:innen haben ihre Nutzung von Podcasts als Werbetool in den letzten 8 Jahren fast vervierfacht
- lustige Podcast-Werbungen kommen bei den Hörer:innen am besten an
- YouTube ist und bleibt eine wichtige Suchmaschine für Podcasts. 31% der Hörer:innen haben in den letzten 6 Monaten eine neue Show auf YouTube entdeckt.YouTube löst Spotify ausserdem teilweise als die wichtigste Plattform für Podcasts ab
- immer mehr Menschen schauen Podcasts, anstatt sie sich anzuhören, aber Audio bleibt das wichtigste Medium
Die meisten hören sich 1-3 Shows pro Woche an, 30% 4-9 Shows und 6% sogar über 10 Shows. Und Podcastwerbung ist weitgehend akzeptiert bei den Hörer:innen.
Die Empfehlungen der Studienautor:innen sind deshalb:
- Podcaster:innen sollten sich überlegen, ihr Format mit Video zu ergänzen
- Auch reine Audiopodcasts sollten auf YouTube erscheinen, weil sie dort häufig gefunden werden
- Podcast-Hörer:innen wünschen sich von ihren Lieblingsshows exklusiven Content und Social-Media-Interaktion und sind häufig auch bereit, dafür etwas zu bezahlen
(Nielsen Consumer Survey)
Der “Podcast-Boom” reisst noch lange nicht ab. Immer mehr Menschen hören Podcasts und sehr viele von ihnen planen, noch mehr Podcasts zu hören. Laut einer neuen Studie von Nielsen haben 21% der Befragten das in den kommenden Monaten vor.
Bei den “Gen Z” will jede:r Vierte mehr Podcasts hören, bei den “Millenials” sind es 23%. Ausserdem fanden bei Podcasts mit Abstand die meisten Befragten, sie würden die richtige Menge von Werbung enthalten.
Das heisst, der Podcast-Werbemarkt bietet nach wie vor grosses Potenzial (Fragen dazu? Wir helfen gerne weiter ;)). Aber: 42% gaben bei der Befragung an, sie würden sich überlegen, einem Podcast nicht mehr zu folgen, wenn dieser plötzlich zu viel Werbung enthalten würde.
(UTA Market Study)
Rund die Hälfte (48%) aller Kinder in den USA hören mindestens einmal in der Woche Podcasts. Zu diesem Schluss kommt die Talentagentur UTA bei ihrer aktuellen Marktumfrage. Da es immer mehr Formate für Kinder gibt, steigt auch das Interesse: 93% der Kindern haben angegeben, sie hätten sich dieses Jahr mehr für Podcasts interessiert als noch im letzten Jahr. Und die Initiative dafür stammt nicht etwa von den Eltern, sondern von den Kindern selbst. In 7 von 10 Fällen würden die Kinder das Hören anstossen, steht in der Studie weiter.
Kinder hören sich hauptsächlich zuhause Podcasts an, gerne auch zusammen mit anderen Kindern, jeweils zwischen 11 und 20 Minuten am Stück. Neue Formate entdecken sie meistens durch Empfehlungen von Freunden und Familie, rund 58% auch von Social Media und angehört werden die Podcasts dann grösstenteils nicht über Podcast-Apps, sondern über YouTube (82%).
(Veritonic 2023 Insights Package)
Audio ist lukrativ! Audio ist high-reach! Audio ist messbar!
Das sind die drei Schlüsselstatements aus dem 2023 Insights Package von Veritonic. Denn alleine in den USA hören jede Woche rund 200 Millionen Menschen Podcasts. Damit können Marken mit Audio ein unglaublich grosses potenzielles Publikum erreichen.
Aber erreichen alleine reicht natürlich nicht - die Hörer:innen sollen sich schliesslich auch für die Marken interessieren, sich über diese informieren und idealerweise auch noch Produkte der Marke kaufen. Und auch das klappt mit Audio, verspricht Veritonic, denn 74% der Hörer:innen geben an, Podcasts würden sie inspirieren und motivieren und Podcast-Werbungen haben eine doppelt so hohe Wahrscheinlichkeit, eine Kaufabsicht auszulösen wie Werbeanzeigen.
(Acast’s Holiday Advertising Guide)
Adventszeit ist Podcastwerbungs-Zeit. Denn in dieser Zeit sind viele Menschen bereit, etwas mehr Geld auszugeben als sonst jeweils und zwar häufig für Produkte, von denen sie in Podcasts gehört haben. In seinem “Guide to holiday season podcast advertising” liefert Acast konkrete Zahlen dazu, die das belegen:
Rund zwei Drittel der Befragten vertrauen auf die Meinungen ihrer Lieblingspodcaster:innen wenn es darum geht, sich für ein Geschenk zu entscheiden und rund die Hälfte haben bereits einmal ein Geschenk gekauft, weil sie in einem Podcast davon gehört haben.
Am beliebtesten sind dabei Bücher, Kleidung oder Gutscheine.
Acast liefert passend zur Adventszeit auch noch eine kleine Anleitung dazu, welche Werbungen wann besonders gut funktionieren. So würden zum Beispiel Anfang Dezember besonders viele Hörer:innen überlegen, was sie denn zum Weihnachtsfest anziehen sollen, deshalb wäre diese Zeit ideal für Kleidermarken oder Accessoires.
Du würdest gerne Podcastwerbung schalten, weisst aber nicht genau, wie das funktioniert? Gerne beraten wir dich und unterstützen dich dabei, deine Werbung in passenden Podcasts zu platzieren.
(Spotify Fan Study)
Spotify analysiert regelmässig das Hörverhalten seiner User:innen, dieses Mal sind Podcast-Fans dran.
Einige Erkenntnisse aus der aktuellen Spotify Fan Study Podcast Edition:
Viele hören auch auf Empfehlungen von Freund:innen oder Familienmitgliedern.
(npr, Edison Research)
64% der US-Bevölkerung hat schon mindestens einmal einen Podcast gehört. Die Schlagzeile aus dem "Spoken Word Audio Report" von Edison Research und NPR dazu lautet: "Podcasting hits another all-time high in 2023". Denn das letzte all-time high hatte Podcasting im letzten Jahr erreiche, mit 62%. Ob die Forscher:innen jetzt einfach jedes Jahr die gleiche Schlagzeile verwenden werden? Vermutlich ;)
Während im Auto die meisten Hörer:innen Radio hören, sind Podcasts zuhause fast gleichauf mit Radio. Bei der Arbeit und überall sonst werden deutlich mehr Podcasts gehört als Radio und auch Audiobücher und andere Formen von Spoken Word werden auf die hinteren Plätze verwiesen.
(Meet the Millenials, GWI)
Eine neue Studie von GWI fokussiert anders als Spotify nicht auf die Gen Z, sondern auf die Generation der "Millenials", also Personen, die zwischen 1981 und 1996 zur Welt gekommen sind. Diese verbringen durchschnittlich eine Stunde und zwei Minuten pro Tag damit, Podcasts zu hören und sind damit Spitzenreiter unter den unterschiedlichen Generationen.
Sie sind ausserdem die Generation, die am aufmerksamsten zuhört und bei der die grösste Wahrscheinlichkeit besteht, dass sie neue Marken entdecken, während sie einen Podcast hören. Damit sind sie eine enorme potenzielle Zielgruppe für Podcast-Werbungen und Branded Podcasts.
Comedy, Musik und Film sind die beliebtesten Genres bei den Millenials und 22% von ihnen hören diese beim Pendeln. Das sind etwas mehr als Gen Z (16%) und Gen X (17%).
(Spotify Culture Next)
Spotify erforscht jeweils in seinem “Culture Next” Report das Hörverhalten der “Gen Z”, also der Generation der zwischen 1997 und 2012 Geborenen. Und diese sind unglaublich fleissige Hörer:innen: Im ersten Halbjahr 2023 haben sie 76% mehr Musik und Podcasts gehört als noch im ersten Halbjahr 2022, bei Podcasts waren es insgesamt 900 Millionen Streams.
Und wenn sich die Gen Z Podcasts anhört, dann wünscht sie sich Tiefgang und ist bereit, viel Zeit in Themen zu investieren. Die Hörer:innen werden ausserdem lieber in Podcasts über aktuelle Geschehnisse informiert, als über Social Media. Ein Zitat eines 18-Jährigen aus dem Report lautet:
“On social media,you hear that a politician stole money. On podcasts, they explain everything: why they stole money, from whom they stole money.”
Die beliebtesten Genren bei der Gen Z sind Sport&Fitness, Musik oder Fiction.
Aber auch Podcasts aus der Kategorie “Educational” haben im Vergleich zum Vorjahr bei der Gen Z um 53% zugelegt. Dort sind die beliebtesten Formate kleine Info-Snacks von rund 5 Minuten. 75% geben an, sie würden in Podcasts Dinge lernen, die sie gerne in der Schule gelernt hätten.
Dies würde unter anderem daran liegen, dass das Wissen häufig von Podcasthosts stammt, die selbst Erfahrungen mit den Themen gemacht haben, über die sie sprechen. Das schaffe viel mehr Nähe und Vertrauen, als Uniprofessoren, die aus ihren “Elfenbeintürmen” Wissen vermitteln.
(Bitkom)
29,7 Millionen Menschen in Deutschland hören zumindest hin und wieder Podcasts, das zeigt eine Studie des Marktforschungsinstituts Bitkom Research. Die meisten Hörer:innen haben Podcasts in den Altersgruppen zwischen 16 und 29 Jahren, mit 52%, die regelmässig Podcasts hören.
Knapp ein Drittel der Podcasthörer:innen verbringen pro Woche mindestens eine Woche mit Podcasts. Die “Intensivhörer:innen” (8%) verbringen sogar 5 bis 8 Stunden pro Woche damit, sich Podcasts anzuhören.
Für uns eine der spannendsten Zahlen aus der Studie ist aber, dass gerade einmal 36% der Hörer:innen in der Studie angegeben haben, sie würden Podcasts auch zu Ende hören. Das macht uns hellhörig, weil unsere Durchhörquoten im Durchschnitt deutlich höher sind.
So ist zum Beispiel die aktuellste Episode einer unserer grossen Produktionen von 75% der Hörer:innen bis zum Schluss gehört worden:
Die erste Episode unserer Eigenproduktion "Helfen" haben 79% der Hörer:innen bis zum Schluss gehört.
Und die aktuellste Episode "Rotzphase” haben sogar ganze 82% bis zum Ende gehört:
(IGEM-Digimonitor)
Die meisten Schweizer:innen unter 35 Jahren hören ihre Podcasts auf Spotify und YouTube. Das zeigt die aktuelle Studie Digimonitor von der Interessengemeinschaft elektronische Medien (IGEM).
Über die Gesamtbevölkerung gesehen sind die meistgenutzten Podcast-Plattformen die Plattformen von SRF, RSI und RTS mit 21% Anteil, aber auch dort folgt Spotify mit 20% Anteil kurz darauf, YouTube macht 16% der Podcast-Listens aus.
Ausserdem hören fast 3 Millionen Schweizer:innen zumindest gelegentlich Podcasts, 400'000 sogar täglich. Das sind deutlich mehr als noch vor einem Jahr - und es werden immer mehr. Mehr Erkenntnisse aus der Studie gibt es hier.
(The Podcast Host)
Fast die Hälfte der Podcast-Creator:innen nutzen KI-Dienste wie ChatGPT, um ihre Podcasts zu produzieren. Das zeigt eine Studie der Agentur “The Podcast Host” unter über 600 US-Creator:innen.
Die meisten, die diese Tools für ihren Podcast nutzen, lassen sich von ChatGPT und Co. bei der Themenfindung helfen. Viele holen sich auch Unterstützung beim Scripten oder bei der Recherche ihrer Episoden.
Auch wenn diese Tools wertvolle Helfer bei der Erstellung von Podcasts sein können, ist trotzdem Vorsicht geboten. Die Studienautor:innen erinnern daran, dass die Informationen, die KI-Tools ausspucken, nicht immer über alle Zweifel erhaben sind. Weil sie sämtliche Informationen im Internet als Quelle nutzen, sind viele Informationen nicht unbedingt verlässlich und manche auch schlichtweg falsch. Ausserdem sei es für treue Podcast-Fans klar hörbar, wenn ein Host plötzlich ein Skript von ChatGPT vorlese, anstatt es selbst in eigenen Worten zu schreiben.
Wir haben unterschiedliche Selbstversuche zum Thema KI im Podcasting unternommen. Einerseits haben wir KI uns bei der Produktion von "Scho ghört?" unterstützen lassen, andererseits haben wir uns mit ChatGPT auf eine kleine Diskussion zu Sinn und Unsinn von KI im Podcasting eingelassen. Die Ergebnisse davon findest du hier.
(Denstu, Audacy)
Bevor wir in die Details dieser Studie der internationalen Marketingfirma Denstu in Zusammenarbeit mit der Broadcasting-Firma Audacy eintauchen, lassen wir zuerst einmal ein Diagramm für sich sprechen:
Audiowerbung hängt die Konkurrenzformate Social-Media-,Video-, Fernseh- und Plakatwerbung deutlich ab, und erzielt pro 1000 Eindrücken über 10’000 Sekunden Aufmerksamkeit. Das heisst, jede Person, bei der die Werbung ankommt, widmet ihr über 10 Sekunden. Bei Plakatwerbungen ist es gerade mal eine gute Sekunde.
Und diese gut 10 Sekunden, während denen Audiowerbung ankommt, erzielen ihre Wirkung. Im Vergleich mit dem Durchschnitt aus den anderen Werbeformen schneidet Audio deutlich besser ab, wenn es darum geht, sich nach der Werbung an die beworbene Marke zu erinnern und darum, ob die Marke nach der Werbung an Beliebtheit gewinnt.
Und Podcastwerbung lohnt sich auch finanziell. In der folgenden Grafik zeigt die Studie auf, wie viel es bei unterschiedlichen Werbeformen kostet, 10 Sekunden Aufmerksamkeit zu generieren. Bei Plakatwerbung sind es fast 10 Millionen US-Dollar, die investiert werden müssen, bei Social-Media-Ads zwischen 2.4 und 5 Millionen Dollar. Um mit Podcastwerbung 10 Sekunden Aufmerksamkeit zu erhalten, müssen 2.8 Millionen US-Dollar aufgewendet werden.
Übrigens: Bei uns braucht es keine 2.8 Millionen US-Dollar, um mit Podcastwerbung bei der Zielgruppe anzukommen. Wir finden die passende Lösung und die richtigen Podcasts für deine Podcast-Werbung, auch schon ab einem kleinen Budget. Mehr Informationen dazu gibt es hier.
(Quelle: Pew Research)
Das zeigt die neue Studie des Pew Research Center. Untersucht wurden diejenigen 451 Podcasts, die während einem halben Jahr zuoberst in den US-Podcast-Charts standen - also die beliebtesten Shows beim US-Publikum.
Beeindruckend: Fast ein Viertel dieser Top-Podcasts ist dem True-Crime-Genre zuzurechnen. Politik, Unterhaltung und Self-Help folgen mit deutlichem Abstand.
Rund 15% aller Podcasts haben einen Nachrichten-Charakter. Insgesamt machen die Podcasts von Nachrichtenorganisationen weniger als ein Fünftel aller Top-Podcasts aus. Gut die Hälfte aller Podcasts stammt von anderen Organisationen und ein knappes Drittel aller Top-Podcasts stammt von unabhängigen Podcaster:innen.
Mehr als die Hälfte aller Top-Podcasts veröffentlicht Video-Inhalte zum Audio-Podcast dazu. Das muss nicht heissen, dass ganze Episoden gefilmt werden. Aber mindestens Ausschnitte von Konversationen werden beispielsweise auf Social Media veröffentlicht, was natürlich stark hilft bei der Bekanntmachung.
Mehr als ein Viertel aller Top-Produktionen verzichtet auf eine eigene Website.
Und nur gerade 8% hat ein Diskussionsforum auf einer Website oder z.B. auf Discord.
Die Schweiz wird immer mehr zum Podcast-Land. Inzwischen sind 2,9 Millionen Schweizer:innen nämlich zumindest gelegentliche Podcast-Hörer:innen. Laut den neuesten Zahlen der Studie Digimonitor von der Interessengemeinschaft elektronische Medien (IGEM) hören 43% der Bevölkerung Podcasts, im letzten Jahr waren es noch 40%.
1,4 Millionen Schweizer:innen hören wöchentlich Podcasts.
Und von diesen Podcast-Hörer:innen hören 6% täglich Podcasts, das entspricht 400’000 Menschen. Im letzten Jahr waren es noch 300’000 Menschen, die Zahl der täglichen Hörer:innen ist also innerhalb eines Jahres um einen Drittel angestiegen.
“Überall sind so viele Bildschirme. Manchmal tut es sehr gut, einfach nur zu hören”, erklärt Podcastschmiede-Gründer und Geschäftsführer Nico Leuenberger den Trend in den Sendungen "Echo der Zeit" und "info 3" von SRF.
Die schweizweit am häufigsten genutzten Podcast-Plattformen sind laut der Studie nämlich diejenigen von SRF (mit RTS und RSI) mit 21%, dicht gefolgt von Spotify (20%) und YouTube (16%). Bei Personen unter 35 Jahren sind Spotify und YouTube klar im Lead. Das bestätigt einmal mehr, dass es sich lohnt, Podcasts auch als Videos umzusetzen, um sie im Suchindex von YouTube zu platzieren.
Für viele Unternehmen gehört es inzwischen zum guten Ton, einen eigenen Podcast zu haben oder in Podcasts zu werben. "Die meisten Unternehmen haben erkannt, ich muss im Audio irgendwie präsent sein, man muss mich hören dort", so Nico Leuenberger weiter.
Insbesondere, da Podcasts längst kein Nischenmedium mehr sind und auch kein kurzfristiger Trend unter Jungen - das Durchschnittsalter der Podcast-Hörer:innen liegt laut der Studie bei 44 Jahren.
Weiter zeigt die Studie, dass Instagram dieses Jahr zum ersten Mal Facebook als beliebteste Social-Media-Plattform abgelöst hat und dass bereits über eine Million Menschen in der Schweiz das KI-Tool "ChatGPT" nutzen, obwohl es dieses erst seit einem Jahr gibt. (Apropos: Wie KI-Tools im Podcasting eingesetzt werden können, das kannst du in einem anderen Blogpost hier nachlesen.)
Der IGEM-Digimonitor wird seit 2014 jährlich von der IGEM zusammen mit WEMF erhoben und ermöglicht 10-Jahres-Vergleiche von 2014 bis 2023. Die Studie zeigt die Mediennutzung von Schweizer:innen und untersucht den Konsum von Medienformen wie Fernsehen, Video oder Podcasts und die unterschiedlichen Plattformen, die dafür genutzt werden.