Winterthur 2040

Winterthur 2040

Stadt Winterthur

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Wie lebt es sich in Winterthur im Jahr 2040?
In sechs Portraits erzählen Winterthurerinnen und Winterthurer aus ihrem Leben in der Zukunft.

«Winterthur 2040» ist ein Podcast der Stadt Winterthur, produziert von der Podcastschmiede basierend auf einer Idee der Agentur Weissgrund.

 Wie entsteht denn eigentlich ein Podcast? 

Case Study "Winterthur 2040"

Andrea, Peschä, habt ihr Kapazität für eine neue Podcast-Produktion? Es geht um Winterthur.”

So klingt der Startschuss zum Podcast-Projekt “Winterthur 2040” bei uns im Büro. 
Der Auftrag: Stadtentwicklung hörbar machen. 
Die Idee: Winterthurer:innen aus der Zukunft erzählen aus ihrem Leben. 
Der Zeitrahmen: 7 Wochen, vom Auftrag bis zum Launch.

Das Podcast-Konzept

Grundsätzlich starten wir jedes Projekt mit einem Meeting (online oder persönlich) mit unseren Kund:innen. Dort wird das Podcast-Konzept besprochen und der Rahmen abgesteckt. Was soll mit dem Podcast erreicht werden? Wer soll ihn hören? Welches Format soll er haben? Wann wird er publiziert, und und und.

Im Fall von “Winterthur 2040” ist bereits von vorneherein klar, es soll ein 6-teiliger Podcast entstehen, basierend auf Geschichten zur Zukunftsvision der Stadt für das Jahr 2040. Ergänzend zu Bauplänen, Blaupausen und Visualisierungen will die Stadt Winterthur mit dem Format Podcast diesmal noch etwas Neues ausprobieren, um der Bevölkerung Stadtentwicklung näher zu bringen.

 

Wir haben bereits die Grundgeschichten, mit denen wir arbeiten sollen, und die Anweisung, dass ein Hörspiel entstehen soll, mit professionellen Schauspieler:innen und aufwändigem Sounddesign. 

Wie immer wird als Erstes ein Projekt in unserem Projektmanagement-Tool erstellt. So können Aufgaben verteilt und Teammitglieder informiert werden. Auch Deadlines und offene Tasks werden so angezeigt und es ist einfacher, sich über die Kapazitäten der Kolleg:innen und die verbleibenden Aufgaben einen Überblick zu verschaffen. Danach werden alle nötigen Dokumente zusammengestellt und in einem Projektordner gebündelt, um bei Bedarf rasch darauf zurückgreifen zu können. Nachdem die ganze Projektplanung und Administration geklärt ist, geht es an den Inhalt und die tatsächliche Podcast-Produktion.

Startschuss zur Podcast-Produktion

Für das Projekt “Winterthur 2040” nutzen wir bereits geschriebene Geschichten als Grundsteine, um unsere eigenen Hörspiel-Episoden aus dem Winterthur der Zukunft zu erschaffen. In einem ersten Schritt wandeln wir die Geschichten also um, erschaffen neue Charakteren und streichen einige andere, bauen etwas mehr “Winterthur” ein und bringen das Ganze in ein Drehbuchformat, um damit weiterarbeiten zu können.

Bereits in diesem ersten Schritt arbeiten wir eng mit unserem Kunden zusammen, um sicherzustellen, dass die Geschichten seinen Vorstellungen entsprechen. Nachdem die Skripts fertiggestellt sind und der Kunde damit zufrieden ist, suchen wir Schauspieler:innen für die unterschiedlichen Sprechrollen. 

Die Schauspieler:innen für dieses Projekt müssen Stimmproben einschicken, damit wir entscheiden können, ob sie zu den Rollen passen. Dies erfolgt für diejenigen, die kein Reel oder andere Arbeitsbeispiele im Internet haben, der Einfachheit halber per WhatsApp-Sprachnachricht. Nachdem die Rollen besetzt sind, fällt auch hier wieder administrativer Aufwand an. Es müssen Freelance-Verträge und Rechnungen geschrieben und Skripte und Regieanweisungen verschickt werden. 

Anschliessend verlegen wir die Arbeit in unser eigenes Podcast-Studio im Winterthurer Technopark. Ausgerüstet mit allen nötigen Gadgets und der richtigen Technologie, Mikrofonen, Kopfhörern und einem Mischpult steht hier alles, was für eine erfolgreiche Podcast-Aufzeichnung vonnöten ist.

Aufnahmen im Podcast-Studio

Für die Aufnahmen richten wir unser Studio unseren Gästen entsprechend ein, pegeln die Mikrofone, passen die Lautstärke der Kopfhörer an (und desinfizieren in Zeiten von Corona sämtliche Oberflächen), bevor es losgeht. Anschliessend haben wir die Möglichkeit, mehrere Takes aufzunehmen, um sicherzugehen, dass wir genügend Material haben, um damit weiterarbeiten zu können.

Um die gleich gute Qualität aller Aufnahmen sicherzustellen, haben wir für sämtliche Episoden von “Winterthur 2040” das Studio als Setting gewählt. Mit einigen Tricks aus dem Schnittprogramm klingt aber eine Aufnahme beispielsweise so, als würde unsere Schauspielerin in einem grossen Raum voller Publikum sprechen. Häufig empfiehlt es sich, mit sauberen Aufnahmen aus dem Studio zu starten. Effekte hinzufügen geht eigentlich immer, Effekte entfernen, die auf der Originalaufnahme vorhanden sind, ist hingegen schwierig bis unmöglich.

Das Sound-Design

Parallel zu den Aufnahmen starten wir auch bereits mit der Soundgestaltung. Hierfür kümmert sich unser “Head of Music”, Hannes Diggelmann, um den richtigen Sound. Aus dem Briefing des Kunden und mit den Hintergrundinformationen zum Inhalt und der Stimmung des Podcasts komponiert er den passenden Soundtrack. 

Gleichzeitig kümmern sich Peter Hanselmann und ich um die Hintergrundgeräusche, die ein Hörspiel überhaupt erst richtig zum Leben erwecken. Dafür ziehen wir mit Aufnahme-Ausrüstung bewaffnet durch die Stadt Winterthur. Wir testen unterschiedliche Aufnahmesituationen und greifen auch das eine oder andere Mal ein bisschen in die Trickkiste, um den perfekten Sound zu erhalten.

Um genau zu wissen, welche Soundeffekte wir an welchen Stellen benötigen, haben wir bereits in unserem Drehbuch festgelegt, wie die Geschichten im Hintergrund klingen sollen. So können wir uns an unserem Aufnahmetag an eine Liste halten und laufend Effekte wie “Velo, fahrend” oder “Rennen auf Kies” abhaken. Das macht uns das Leben auch bei der anschliessenden Schneidarbeit einfacher, weil wir alle unsere Text-Takes und Geräusche wie Baublöcke einfügen können.

Schnitt, Mixing & Mastering und Feedback

Als letzte Audio-Elemente fehlen uns nun noch das Intro und das Outro. Auch diese werden in Absprache mit den Kund:innen in unserem Studio produziert und anschliessend ins Projekt eingefügt. Dieser Rohschnitt geht nun an den Kunden für eine Feedbackschleife, damit wir auf Wunsch noch kleine Änderungen vornehmen können. 

Im Fall von “Winterthur 2040” muss an zwei Episoden noch etwas geschraubt werden, bis der Rohschnitt passt. Im Anschluss daran geht es ans Mixing und Mastering. Das bedeutet konkret, dass die Audioqualität optimiert wird, Lautstärkespitzen angepasst werden und alles so gepegelt wird, dass das Hörerlebnis möglichst angenehm ist. 

Hosting und Distribution

Im nächsten Schritt kümmern wir uns ums Hosting und die Distribution des Podcasts. Da der Podcast auf allen gängigen Plattformen zugänglich sein soll, laden wir ihn bei unserem Hoster Captivate hoch und generieren einen RSS-Feed. Mit diesem Link wird der Podcast anschliessend etwa auf Spotify, Apple Podcasts oder Stitcher platziert. Gleichzeitig ermöglicht uns unser Hoster Captivate ebenfalls, HTML-Codes für Podcast-Player zu generieren, um den Podcast direkt auf der Webseite der Stadt Winterthur einzubetten.

Der Podcast “Winterthur 2040” wird im Rahmen einer Medienkonferenz Anfang Juli kurz vorgestellt und ist Teil einer Ausstellung zur Zukunftsvision der Stadt im Superblock. Noch bis Ende September kann der Podcast dort direkt vor Ort mithilfe von QR-Codes abgerufen werden. Auch darüber hinaus bleibt er auf der Webseite der Stadt sowie auf Spotify, Apple Podcasts und anderen Podcast-Plattformen zugänglich.

Sind noch Fragen offen geblieben? Oder möchten Sie noch weitere Informationen dazu, wie wir arbeiten? Dann melden Sie sich, wir beraten Sie gerne!

Mehr Informationen: https://www.stadt.winterthur.ch/2040/podcast