Rheuma Persönlich

Rheuma persönlich

Rheumaliga Schweiz

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Willkommen bei «Rheuma persönlich», dem Podcast der Rheumaliga Schweiz. Wir bringen Betroffene gemeinsam mit Expertinnen und Experten vor unser Mikrofon und widmen uns den Themen, die dich am meisten bewegen. Sei mit dabei, wenn wir über den Umgang mit Schmerzen, Therapien und Impfungen, Ernährung bis hin zu Beziehung und Liebesleben sprechen. Wir informieren dich lebensnah, authentisch und ohne Tabus über den Alltag mit Rheuma.

Case Study Rheuma persönlich

Die Rheumaliga Schweiz setzt in ihrem Kommunikationsmix seit einiger Zeit auch auf Podcasts: In einem Gesprächsformat kommen Rheumabetroffene direkt zu Wort - und werden durch das Medium Audio besonders fass- und spürbar. Die Podcastschmiede unterstützt die Rheumaliga bei der Konzeption, übernimmt die Produktion und Distribution.

Ausgangslage: Eine Volkskrankheit, viel Unwissen

Gegen zwei Millionen Menschen sind in der Schweiz von Rheuma betroffen. Sie und ihre Angehörigen zu beraten, zu begleiten und zu stärken, ist das Ziel der Rheumaliga Schweiz. Seit 1958 tut die Rheumaliga dies mit geballter Fachkompetenz, und auf vielfältige Art und Weise. So gibt es neben niederschwelligen Beratungsangeboten und Publikationen auch diverse Kurse, Anlässe und Workshops, sowie ein hervorragendes und gut etabliertes Mitgliedermagazin («forumR»).

Trotz alledem herrschen in der breiten Bevölkerung nach wie vor viel Unwissen und falsche Vorstellungen über Rheuma vor. «Rheuma haben nur alte Leute», etwa, oder auch: «Rheuma betrifft immer die Gelenke». Dass Rheuma in Tat und Wahrheit ein Sammelbegriff für über 200 verschiedene, teils sehr unterschiedliche Krankheitsbilder ist, und dass sogar schon Kleinkinder von Rheuma betroffen sein können, überrascht die meisten, die davon hören.

Podcasting als zusätzliches Kommunikationstool

Da Audio und Podcasting auch in der Schweiz eine immer grössere Hörerschaft findet, gelangte die Rheumaliga mit einer Anfrage an die Podcastschmiede. In ersten Konzept-Sitzungen wurde gemeinsam überlegt, ob und wenn ja was für ein Format für die Kundin als zusätzlicher Kommunikationskanal Sinn machen könnte. Dabei wurde rasch klar, dass sicher kein «Fachvorlesungs»-Podcast gewünscht ist, sondern dass im Zentrum unbedingt betroffene Menschen stehen müssen. Der Mensch ist es, worum sich die Rheumaliga kümmert, und es ist auch das menschliche Element, was Hörer und Hörerinnen an einer Geschichte oder einem Podcast packt. Da die Rheumaliga über ein sehr grosses Netzwerk inklusive einen sogenannten «Betroffenenrat» verfügt, konnte davon ausgegangen werden, dass sich genügend Gesprächspartner und -partnerinnen für den Podcast finden liessen. (Gerade dies ist nicht in jedem Projekt automatisch der Fall, und bedeutet u.U. einen erheblichen Zusatzaufwand.)

Podcast-Konzept

Man einigte sich auf einen klassischen Gesprächspodcast, in dessen Folgen man Direktbetroffene und ihre Schwierigkeiten, aber auch ihre Strategien und Stärken kennenlernt. Das Medium Podcast ist dafür ideal, weil Stimmen Emotionen transportieren. Zwar würden auch ab und zu Fachleute mit von der Partie sein; auch sie sollten jedoch nicht nur ihre fachlichen, sondern ihre persönlichen Seiten zeigen dürfen. Dies alles spiegelte sich schlussendlich in der Wahl des Podcast-Titels: «Rheuma persönlich».

Als weiterer Grundsatzentscheid stellte sich noch die Frage, wer die Gespräche führen soll. 

-Variante A: Eine Expertin der Rheumaliga; die Aufgabe der Podcastschmiede beschränkt sich auf Konzeptarbeit, technische Beratung und Audio-Postproduktion, sowie die Distribution.

-Variante B: Eine Person von der Podcastschmiede übernimmt auch die Rolle als Gastgeber der Gespräche.

In diesem Fall entschied sich die Auftraggeberin für letzteres: Mit Hannes Diggelmann von der Podcastschmiede fungiert ein ehemaliger Journalist als Host bei «Rheuma Persönlich», der sich zwar erst einmal fundiert ins Thema einarbeiten musste, dafür aber auch eine Portion «Aussensicht» ins Format hineinbringt. Als weiterer Vorteil musste die Auftraggeberin selber kein eigenes Studio-Equipment anschaffen (oder für jedes Gespräch ins Studio der Podcastschmiede nach Winterthur kommen), sondern kann diesen Teil ebenfalls outsourcen.

An die Arbeit - unter Pandemiebedingungen...

Interessante Themen für eine erste Pocaststaffel sind im Fall einer etablierten und professionellen Organisation wie der Rheumaliga schnell gefunden. Geplant wurden zunächst sechs Folgen, teils als Einzelgespräche, teils als Gesprächsrunden mit mehreren Gästen. Die Rheumaliga als Kundin und «Wissensspeicher» lieferte für jede Folge ein Briefing, d.h. Stichworte und Artikel zum betreffenden Thema. Die Podcastschmiede extrahierte daraus einen Fragenkatalog, oder besser: einen Gesprächsleitfaden, der dann zunächst mit der Rheumaliga gespiegelt und anschliessend dem Interviewgast im Vorfeld zugestellt wurde.

Für die Aufzeichnung von Interviews verfügt die Podcastschmiede grundsätzlich über ein professionell eingerichtetes Aufnahmestudio in Winterthur. Weil zu Projektbeginn (Anfang 2021) aber gerade die zweite Coronawelle über die Schweiz rollte und es zu diesem Zeitpunkt noch weder Impfungen noch Zertifikate gab, mussten andere Lösungen her! Das Mittel der Wahl sind in diesem Fall sogenannte «Remote Recordings», für welche wir von der Podcastschmiede per Post Mikrofone verschicken, um dann über ein spezielles Onlinetool das Interview aufzuzeichnen (lesen Sie hier mehr dazu). Dass dieser Workaround gleich zu Beginn des neuen Podcats nötig wurde, war zwar ärgerlich, wurde von den Gesprächspartnerinnen und -partnern aber dennoch gut aufgenommen und mitgetragen.

Dass bereits die zweite Staffel dann wieder mit physischen Treffen im Studio stattfinden konnte, vereinfachte den organisatorischen Aufwand deutlich.

Feedback, Evaluation und Weiterentwicklung

Jede Podcastfolge wird nach der Aufnahme und der Postproduktion (Schnitt, Levels, EQ, Audiolayout) der Auftraggeberin zur Abnahme geschickt. Nach allfälligen letzten Änderungen wird die Folge dann beim Hosting-Anbieter eingeplant, so dass sie zum gemeinsam festgelegten Zeitpunkt «live» geht, d.h. auf allen Podcastplattformen erscheint.

Natürlich ist bei einem fortlaufenden Format auch immer wieder eine Evaluation und Standortbestimmung nötig.

-Stimmt das Konzept nach wie vor für alle Beteiligten?
-Sind die Episoden zu kurz, zu lang?
-Gibt es Feedbacks von aussen, und wenn ja, welche?
-Erreicht man die Zielgruppe wie gewünscht, oder braucht es Anpassungen in der Distribution und der Bekanntmachung des Formats?

Solche und weitere Fragen kamen und kommen auch bei der Produktion von «Rheuma persönlich» mit der Auftraggeberin zur Sprache, und bereits auf die zweite Staffel wurden kleine Änderungen umgesetzt. So soll das Format wachsen und sich weiterentwickeln können

Breits sind weitere Folgen und Staffeln in Planung - für die Hörerschaft ein wichtiger Faktor! Denn wer einmal ein Format kennen und schätzen gelernt hat, der erwartet eine gewisse Regelmässigkeit und wird nur dann zum «Stammhörer» oder zur «Stammhörerin», wenn der Publikationsrhythmus nicht immer wieder abbricht.

Doch nicht nur die Hörerinnen und Hörer, sondern auch die Podcastschmiede schätzt sich glücklich, weiter mit der Rheumaliga als hochkompetente Partnerin zusammenarbeiten zu dürfen. Wir sind überzeugt, dass wir gemeinsam mit «Rheuma persönlich» den wichtigen Fragen rund um diese Volkskrankheit zusätzliches Gehör verschaffen können.

Mehr Informationen: https://www.rheumaliga.ch/podcast

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